Familienbande

Familie im Märchen

Henrik Schrat, Marienkind (Ausschnitt)

© Henrik Schrat, Marienkind, (Ausschnitt), 2019
Folienplott nach Tuschezeichnung
aus Henrik Schrat, Rodung Kreuzung Lichtung, Band 1 Schneefall, 2020; Gesamtausgabe Grimms Märchen neu bebildert von Henrik Schrat; courtesy siebenhaar art projects, Frankfurt a.M.

Im Märchen brechen viele Heldinnen und Helden zu einer gefahrvollen Reise auf, weil sie sich in ihren Familien bedroht fühlen.

Besonders bösartig sind Stiefmütter, welche die Heldinnen unterdrücken oder ihnen nach dem Leben trachten wie in Sneewittchen.
Merkwürdig zurückgenommen ist hingegen die Rolle des Vaters in den meisten Märchen.

Die Heldinnen und Helden müssen viele Aufgaben meistern, um am Ende eine neue und glückliche Familie zu bekommen.

Die Rolle der Mutter Grimm

Dorothea Wild, die Mutter der Brüder Grimm, war das Zentrum der Familie Grimm. Nach dem Ideal des Biedermeier sorgte sie für den Haushalt und die Kinder.

Ihr früher Tod 1808 im Alter von nur 52 Jahren schmerzte die Grimm-Kinder sehr, und Jacob und Wilhelm Grimm schrieben sogar 20 Jahre nach ihrem Tod noch Briefe an die Mutter.

»FAMILIENBAND, n. necessitudo, verwandtschaft: die verwandten seiner frau lassen sich nicht einmal durch familienbande halten. Göthe 6, 208.«

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Bd. 3, Sp. 1306

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