Natur und Kultur

Tiere im Märchen

Henrik Schrat, Doktor Allwissend (Ausschnitt)

© Henrik Schrat, Doktor Allwissend (Ausschnitt), 2020
Folienplott nach Tuschezeichnung,
aus Henrik Schrat, Rodung Kreuzung Lichtung, Band 2 Dornenrose, 2021; Gesamtausgabe Grimms Märchen neu bebildert von Henrik Schrat; courtesy siebenhaar art projects, Frankfurt a.M.

Tiere haben im Märchen oft menschliche Eigenschaften.
Die Bremer Stadtmusikanten sind vier Tiere, die vom Menschen ausgesondert wurden, weil ihre Kräfte nachließen. Mit vereinter Power verjagen Esel, Hund, Katze und Hahn die Räuber im Wald. Zusammen besetzen sie deren Haus und gründen eine tierische WG.
Sie erfahren, dass gemeinsame Aktionen stark machen und das Böse besiegen können.

Tiere können auch Helfer des Menschen sein - eine Ente trägt z. B. Hänsel und Gretel auf ihrem Heimweg über den See.
In anderen Märchen wiederum werden Menschen durch böse Kräfte in Tiere verwandelt und nur durch die Liebe und Hilfe anderer am Leben erhalten und erlöst.

Grimm’sche Sprachwissenschaft

Sprache war für die Grimms etwas natürlich Gewachsenes, und sollte gleichzeitig ein Grundstein der Kultur sein.

Sie verstanden Sprache als etwas sich ständig Veränderndes – Worte sind in den Augen der Grimms nichts Feststehendes. Daher wollten sie die »Naturgeschichte der Wörter« erforschen.

Die Bremer Stadtmusikanten

Esel, Hund, Katze, Hahn – vier Freunde, die die Not zusammengeschweißt hat. Am Ende können sie sogar die bösen Räuber aus ihrer Hütte verjagen.

Ob Die Bremer Stadtmusikanten je in Bremen musiziert haben, weiß Andrea C. Ortolano.

»NATUR, f. natura φύσις. ... entstanden ist und sich so eingebürgert hat, dasz die vereinzelten versuche der puristen, ein deutsches wort an dessen stelle zu setzen, immer erfolglos geblieben sind. freilich hat SCHOTTEL (1368)«

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Bd. 13, Sp. 442

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